DAS WERK DER AUFERSTEHUNG CHRISTI

Mostar

HELFEN SIE UNS FÜR DEN AUFERSTANDENEN CHRISTUS IN MOSTAR ZEUGNIS ABZULEGEN

 

 

DER BEGINN DER AKTION ZUR FORTSETZUNG DES AUFBAUS DER KIRCHE ZUR AUFERSTEHUNG CHRISTI UND

DES PASTORALZENTRUMS FÜR JUGENDLICHE UND FAMILIEN IN MOSTAR, BOSNIEN-HERZEGOWINA

 

 

I. DIE LAGE DER KATHOLIKEN IN BOSNIEN-HERZEGOWINA (BH)

 

          Von 1450 bis 1500 gab es in Bosnien-Hercegovina etwa 750.000 Katholiken. Das entsprach damals 87,21% der Gesamtbevölkerung. Laut Volkszählung von 1991 gab es 760.852 bzw. 17,4% Katholiken, und nach dem Krieg sank im Jahr 2001die Anzahl der Katholiken in BH auf etwa 420.000, das sind derzeit noch 10-12%. Die Tendenz zur Auswanderung der Katholiken aus Bosnien-Hercegovina setzt sich fort.

          Alle bisherigen Besatzungsmächte und Regime in Bosnien-Herzegowina: die Türkei (1463-1878), , Serbo-Jugoslawien (1918-1941) und Titos kommunistisches Jugoslawien (1945-1991) zerstörten die Kirchen, verfolgten die Katholiken oder waren der Katholischen Kirche nicht wohlgesinnt. Wesentlich besser war die Behandlung unter Österreich-Ungarn (1878-1914).

          In BH gibt es 4 Diözesen. In Bosnien sind es die Diözesen Sarajevo und Banja Luka, und in der Herzegowina Mostar-Duvno mit 190.000 und Trebinje mit 20.000 Gläubigen. Für beide herzegowinischen Diözesen ist der Bischof von Mostar verantwortlich. Während des Krieges von 1991 bis 1995 wurden etwa tausend katholische Kirchenobjekte entweder zerstört oder schwer beschädigt.

          Die Katholiken in Bosnien-Herzegowina haben Angst um ihre eigene Zukunft, denn die Mehrheit lebt in der Föderation von BH, wo die Muslime über 70% der Bevölkerung stellen. Bedroht ist unsere katholische Identität und unsere Existenz in fast allen größeren Ortschaften und Städten. Wir Katholiken sind immer mehr eine Minderheit in der islamischen Umgebung.

          Von 1995-2004 haben die Muslime in Bosnien mit Hilfe arabischer Länder viele neue Moscheen und islamische Zentren aufgebaut. Die Moscheen werden strategisch als „Markierung und Islamisierung des Raums” errichtet. In dieser schwierigen Situation, die gekennzeichnet ist durch staatliche, politische und soziale Ungerechtigkeit gegenüber den Katholiken in BH, bleibt die Katholische Kirche als einzige Institution, die uns Hoffnung und Sicherheit gibt. Nur dort, wo es Pfarrkirchen und Pastoralzentren für Kinder, Jugendliche und Familien gibt, lebt auch die Hoffnung, dass wir unsere katholische und kulturelle Identität bewahren werden. Sonst droht uns das Schicksal, auswandern zu müssen. Wir ringen um das unser Recht auf unsere eigene religiöse und nationale Freiheit, unsere Sprache, Schulwesen und Medien. Viele dieser Rechten wurden uns schon genommen oder eingeschränkt.

II. DIE GEGENWÄRTIGE LAGE DER KATHOLIKEN IN MOSTAR

 

          Mostar ist die Hauptstadt der Herzegowina. Die Stadt hat etwa 95.000 Einwohner, wovon 55.000 Katholiken sind. Bis 1980 hatte Mostar nur eine Pfarrei und eine Pfarrkirche zu St. Peter und Paul. Im Krieg wurde sie 1992 im Krieg von Granaten getroffen und geriet in Brand. Die Franziskaner haben auf den Fundamenten ihrer ebenfalls zerstörten Kirche eine neue größere Kirche aufgebaut, die noch nicht ganz fertig gestellt ist. 1980 wurde die Kathedrale erbaut. 1992 wurde sie mit Granaten beschossen und schwer beschädigt. Sie wurde erst vor kurzem teilweise saniert, so dass man dort die hl. Messe feiern kann. Wir Katholiken haben in Mostar folglich nur zwei Kirchen, und auch diese sind noch nicht zur Gänze benutzbar.

          Der verstorbene Bischof Pavao Žanić hat zur besseren Evangelisierung am 6. Januar 1993 auf dem Gebiet der Dompfarrei vier neue Pfarreien gegründet und widmete sie den vier Evangelisten Mathäus (Rudnik-Orlac),  Markus (Cim), Lukas (Ilići) und Johannes(Centar-Zalik). Von den inzwischen neu gegründeten Pfarreien verfügt keine über eine Pfarrkirche oder ein Pfarrhaus. Hingegen haben die Muslime nach 1995 ca. fünfzehn neue Moscheen gebaut, so dass es jetzt auf dem Gebiet der Stadt Mostar rund 40 Moscheen gibt.

          Das zeigt deutlich genug, dass unsere katholische Identität und unsere Existenz gefährdet sind, und zwar nicht nur in Mostar, sondern überall in Bosnien-Hercegovina.

 

III. DIE PFARREI ZUM HL. JOHANNES APOSTEL UND  EVANGELISTEN

 

          Die Pfarrei zum hl. Johannes Apostel und Evangelisten umfasst das Stadtinnere im Westteil von Mostar im Bereich des Centar (Zentrums), und die Siedlung Zalik im Ostteil der Stadt, wo Muslime in der Mehrheit sind und von wo fast alle Katholiken, etwa 7.000, geflüchtet sind.

          Auf dem Gebiet der Pfarrei leben etwa 30.000 Einwohner. Davon sind etwa 20.000 Katholiken. Seit 1994 befindet sich der liturgische Raum in einem gemieteten Lager der ex-jugoslawischen Armee in der Straße Kneza Višeslava. Für die liturgischen Erfordernisse und die pastorale Arbeit mit und für die Pfarrgemeinde reicht die Räumlichkeit bei weitem nicht aus. Der Mietvertrag dieser „Lagerkirche” ist übrigens im Mai 2004 ausgelaufen und kann nicht mehr verlängert werden.

          In dieser kleinen Präsenzkirche werden sonntags sechs Gottesdienste gefeiert. Viele Gläubige bleiben während der Messen im Hof stehen, weil es in der Kirche nicht genug Platz gibt. Den Religionsunterricht besuchen 840 Kinder von der 1. bis zur 8. Klasse. Es würden noch mehr Kinder kommen, wenn wir ein richtiges Pfarrhaus und entsprechende Räume für die pastorale Tätigkeit hätten. Die Gläubigen sehnen sich seit langem nach einer neuen und größeren Kirche.

 

IV. DIE GRUNDSTEIN-SEGNUNG

 

          In der Pfarrei zum hl. Johannes Apostel und Evangelisten in der Stadtmitte von Mostar wurde mit dem Bau der Kirche zur Auferstehung Christi und des Pastoralzentrums begonnen. Die Baustelle und den Grundstein dieser Kirche segnete der jetzige Bischof Ratko Perić am 12. Februar 1996. Der Bischof sagte in seiner Ansprache: «Wir möchten, dass diese Kirche der Auferstehung Christi die lebendige Kanzel der Liebe und des Friedens Gottes in dieser Stadt und in der Welt werde.» Der damalige Pfarrer Don Ivan betonte in seinem Grußwort: «Die Kirche der Auferstehung Christi in dieser Stadt wird der Trost und die Hoffnung für trauernde Eltern, Witwen, Kinder und Geschwister  unserer Gefallenen sein. Sie wird ihnen davon zeugen, dass es das ewige Leben gibt, und dass es diejenigen erben, die zu sterben bereit waren, damit die anderen leben können.”

 

V. DER BISHERIGE VERLAUF DES KIRCHENBAUS

 

          Die katholische Bevölkerung von Mostar und Herzegowina hat zusammen mit ihren kirchlichen Vertretern nach dem Krieg, der mit dem Abkommen von Dayton im November 1995 endete, am 12. Februar 1996 mit großer geistiger Begeisterung des ganzen katholischen Volkes den Grundstein für diese Kirche der Auferstehung Christi gelegt, in der Hoffnung, dass nun bessere Zeiten für das enterbte kroatische katholische Volk anbrechen würden. Seit der Ottomanischen Besatzung der Herzegowina 1482 hatte das kroatische Volk noch nie seine wirkliche Freiheit erlangt. Die Grundsteinlegung zum Bau dieser Kirche war ein Symbol der Hoffnung auf eine bessere Zeit für die Katholiken, ein Ruf nach der dringend erwarteten religiösen Identität. Damit verbindet sich die Erwartung, dass auch den täglichen Erfordernissen der Gläubigen in Mostar und der Hercegovina entsprochen werden kann. Die Kirche sollte ein Schmuckstück des ganzen katholischen Volkes sein.

 

VI. ZUR EHRE DER AUFERSTEHUNG CHRISTI

 

          Die Kirche war als Jubiläumsprojekt zur Erinnerung an 2000 Jahre Christentum gedacht und sollte darum dem Gedenken an die Auferstehung Christi, dem Sieger über Tod und Sünde und Herrn der Geschichte und des Menschengeschlechts (vgl. 2 Kor 13,11), gewidmet sein. Gleichzeitig soll diese Kirche hier am Rande der katholischen Welt das Fundament neuer Hoffnung für das katholische Volk von Herzegowina sein, um mit dem Auferstandenen dem hundertjährigen Unheil begegnen zu können. Im auferstandenen Herrn soll das gläubige Volk Trost für alle Leiden und das vergossene Blut seiner Märtyrer und Verteidiger finden. Im HERRN wollen wir die Kraft und Hoffnung finden, damit wir als gläubiges Volk auf diesem harten, steinigen und für uns bedeutenden Boden existieren können. So wollen wir den HERRN bitten, dass auch wir durch seinen Kreuzweg auf dem Kalvarienberg zur Auferstehung des Leibes und zum ewigen Leben gelangen.

          Dieses „geistige Haus” der Auferstehung Christi in Mostar wird nicht nur für die Pfarrei des hl. Johannes Apostel und Evangelisten gebaut. Zusammen mit dem Pastoralzentrum für Jugendliche und Familien und dem Kulturzentrum, soll das Zentrum und die Kirche „das Bindeglied der Einheit” sowie der kirchliche, geistige, moralische und kulturelle Versammlungs- und Stützpunkt der Katholiken in unserem Lande sein.

VII. DIE KRYPTA UND DAS PASTORALZENTRUM

 

          Unterhalb der Kirche der Auferstehung Christi ist eine Krypta geplant, die dem hl. Johannes Apostel und Evangelisten geweiht wird. Bis zur Fertigstellung der Kirche wird die Krypta für die regelmäßige Sonntags- und tägliche Liturgie und für sonstige pastorale Bedürfnisse dienen. Die Krypta soll auch als Kulturzentrum für die geistige und kulturelle Weiterbildung dienen. Das wäre eine besondere Hilfe für die Erhaltung unserer religiösen und kulturellen Identität. In der Krypta möchten wir die Gottesdienste feiern und dem Auferstandenen unser Dankopfer für unsere Märtyrer und Verteidiger darbringen. Diese haben mit dem Opfer ihres Lebens das wahre Zeugnis des Glaubens und der Heimatliebe gegeben. Wir bitten den HERRN, auch uns einmal an seiner Auferstehungsherrlichkeit teilhaben zu lassen.

          Neben der Kirche wurde auf der Westseite mit dem Bau eines Pastoralzentrums für Jugendliche und Familien und der Räume für karitative Tätigkeiten begonnen. Von der Nordseite der Kirche bis auf das Niveau der Krypta sind zwei Säle vorgesehen, die zusammen mit der Krypta für Pastoral- und Kulturveranstaltungen dienen sollten.

          Bisher wurden Betonarbeiten für die Krypta und das Pastoralzentrum bis zum ersten Stock ausgeführt, wie man dem Foto sehen kann. Die Bauarbeiten sind vor vier Jahren unterbrochen worden, weil die finanziellen Mittel nicht mehr reichten.

VIII. DIE URBANISTISCHE UND ARCHITEKTONISCHE KONZEPTION DER KIRCHE

 

          Der Projektleiter ist Prof. Dr. Marijan Hržić aus Zagreb. Das Kirchenprojekt passt in den urbanistischen Kontext der Stadtmitte von Mostar, wo sich auch das Gymnasium und das Nationaltheater befinden.

          Architektonisch ist die Kirche als „Fünfblatt” konzipiert und räumlich nach dem Muster von frühmittelalterlichen vorromanischen Kirchen mit mehrblättrigem zentralem Grundriss ausgerichtet. Die vorromanische Epoche stellt den Ausgangspunkt der kroatischen architektonischen Tradition und den Beginn des Übergangs unseres Volkes zum katholischen Glauben dar.

 

IX. DER BEGINN DER AKTION ZUM WEITERBAU DER KIRCHE

         

          Im August 2004 hat die diözesane Pastoralleitung zusammen mit  Bischof Ratko beschlossen, dass es „höchste Zeit ist, dass man in finanzieller, Bau-, Wohn- und liturgischer Hinsicht für die Kirche der Auferstehung Christi etwas gründlich, systematisch und endgültig unternimmt, damit die Kirche nach ihrem göttlichen Titel einen maximal würdigen Ausdruck unseres Glaubens und Verehrung fordert.”

          Im Namen der Allerheiligen Dreifaltigkeit und zur Ehre der Auferstehung Christi sowie zum geistigem Wohle der Gläubigen von Mostar und Herzegowina hat man die Aktion zum weiteren Aufbau der Kirche der Auferstehung Christi in die Wege geleitet.

          Wir appellieren darum an alle Katholiken in der Welt: Unterstützen Sie den Aufbau der Kirche der Auferstehung Christi und des Pastoralzentrums in Mostar. Helfen Sie uns, für den auferstandenen Christus in Mostar Zeugnis abzulegen.

          „Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, nicht in Verdrossenheit oder aus Zwang; denn ‘einen fröhlichen Geber hat Gott lieb‘. Gott aber hat die Macht, euch  jedwede Gnadengabe in Fülle zuzuwenden, auf dass ihr in allem allzeit alles zur Genüge habt und dazu noch Überfluss zu guten Werken aller Art.” (2 Kor 9,7-8). So wird sich jeder von uns auf eigene Art und Weise „als lebendige Steine” in dieses „geistige Haus” einfügen (1 Petr 2,5).

 

X. Die Bewegung: DAS WERK DER AUFERSTEHUNG CHRISTI

„Dreijährige  moralische Verpflichtung”

EINE VERPFLICHTENDE MORALISCHE INITIATIVE

          Für einen möglichst erfolgreichen Aufbau der Kirche der Auferstehung Christi haben wir eine Bewegung ins Leben gerufen: DAS WERK DER AUFERSTEHUNG CHRISTI. Dieser Bewegung können sich Einzel Personen, Familien, Pfarreien, Firmen und verschiedene Einrichtungen anschließen. Die Aufgabe der Mitglieder dieser Bewegung ist die Übernahme einer „Dreijährigen moralischen Verpflichtung“, beim Aufbau dieser Kirche mitzuhelfen, indem man drei Jahre lang monatlich zehn €uro spendet.

          Die Mitglieder können ihren Beitrag für mehrere Monate im Voraus spenden; sie können selbstverständlich auch höhere Beträge leisten. Wer sich der Bewegung nicht anschließen will oder kann, möge auch einen Beitrag nach eigenen Möglichkeiten leisten, wann, wie und wie viel er kann und will. Diejenigen, die nicht imstande, sind eine finanzielle Unterstützung zu leisten, können mit uns beten und so ein tägliches Opfer für den Bau der Kirche der Auferstehung Christi bringen.

          Wir sind überzeugt, dass alle katholischen Gläubigen die Größe und Bedeutung dieses geistig-kulturellen Projektes für die Existenz der Katholiken im unruhigen Gebiet der Herzegowina gut verstehen können. Hier ist unsere katholische und kulturelle Identität jeden Tag mehr gefährdet, weil wir zu wenig Kirchen und zu wenig geistige, kulturelle und pädagogische Einrichtungen in Mostar haben.

          Liebe Freunde! Wir bitten euch von ganzem Herzen:  schließen Sie sich dieser Bewegung an und übernehmen Sie eine „Dreijährige moralische Verpflichtung“, damit wir mit dem Aufbau dieses lebenswichtigen Projektes für die Katholiken in Mostar und Herzegowina fortfahren können.

          Als Dank werden Gläubige der Pfarrei des hl. Johannes Apostel und Evangelisten in Mostar für alle Wohltäter jeden Samstag den Rosenkranz beten, jeden Sonntag die hl. Messe feiern und jeden dritten Donnerstag im Monat vor dem Allerheiligsten beten.

XI. DIE EINZAHLUNG

 

          Die Beiträge für den Kirchenbau kann man auf folgendes Konto einzahlen, das zu diesem Zweck in Mostar eröffnet wurde:

Für Überweisungen aus dem Ausland:

UNICREDIT ZAGREBAČKA BANKA

Kardinala Stepinca b. b.

88000 Mostar, Bosna i Hercegovina

SWIFT     UNCRBA22

IBAN       BA393380604819574246

Für alle notwendigen Informationen können Sie sich an folgende Adresse wenden:

Verantwortliche Person:

don Mladen Šutalo, Pfarrer

Župni ured sv. Ivana Apostola i Evanđelista

(Pfarramt hl. Johannes Apostel und Evangelisten)

Kneza Višeslava 2, 88000 Mostar (B-H)

Tel.: 00387 36 326 568

Fax: 00387 36 326 341

E-mail:  svivanmostar@gmail.com Ova email adresa je zaďż˝tiďż˝ena od spam robota, nije vidljiva ako ste iskljuďż˝ili Javascript